Sonntag, 15. April 2012

Afghanistan, strategisch wertvoll für Iranangriff?

An einen Truppenabzug aus Afghanistan, der 2014 angedacht ist, kann ich momentan nicht glauben. 
Zu verlockend ist die Lage als Nachbar vom Iran, als dass man diese aufgeben wollte. Oder?
Ständig hören oder lesen wir, dass sich das afghanische Volk vor einem Abzug der ausländischen Truppen fürchtet, denn zu groß sei die Bedrohnung der Taliban.
Aber wie groß ist diese Bedrohnung wirklich? - Und wie wird diese vielleicht sogar von den ausländischen 'Besatzern' geschürt?
""Wir haben Angst", sagt ein Einheimischer. "Die Übergabe der Sicherheitsverantwortung läuft wie geplant", sagt der IsaF-Oberkommandierende. 2014 sollen die internationalen Truppen abziehen, doch nach Monaten voller Rückschläge schauen viele Afghanen besorgt in die Zukunft." http://www.sueddeutsche.de/politik/afghanistan-furcht-vor-dem-abzug-1.1326614
Die Rede ist von Rückschlägen für den Westen. Rückschläge, die sich durch Koranverbrennungen auf einer durch US-Soldaten auf dem US-Stützpunkt Bagram, dem Hauptquartier der Streitkräfte der Vereinigten Staaten in Afghanistan, äußern. Diese Angelegenheit ist bis heute nicht geklärt, man liest nichts mehr darüber - wo bleibt die Aufklärung? Zwei Monate ist es nun fast her, wo bleibt die passgerechte und schlüssige Lösung? Solche Schlagzeilen sind Gift und zugleich der Schlüssel. Neue Unruhen stiften Chaos, und Chaos ermöglicht das Bleiben. Das Bleiben - wenn nötig: für weitere Operationen so nah an neuen Zielen.
Ein US-Soldat, der vor knapp einem Monat bei einem Amoklauf in Kandahar 16 Zivilisten tötet: Der Wolf im Schafspelz? Oder doch nur ein kranker Spinner?! 
Es bleibt spannend, wie wird es sich entwickeln? Wie viele nicht nachvollziehbare und nicht ganz schlüssige Meldungen wird es noch geben, bis wir einen Abzug oder ein Verbleiben der internationalen Truppen in Afghanistan serviert bekommen?
Die millitärische Lage ist mehr als günstig!
                                                                 Das Öl, es glänzt und wenn auch schwarz!

Donnerstag, 12. April 2012

DENKVERBOTE - unbequeme Wahrheiten sind in unserem Land nicht erwünscht

Wenn ein älterer, weiser Mann sich kritisch zum Thema Kriegstreiberei äußert, dann muss er mit allen Mitteln mundtod gemacht werden. Denn niemand darf wissen, dass sich die deutsche Wirtschaft schon seit Jahr und Tag an Kriegen bereichert. Wo geschossen wird, werden mit Sicherheit auch deutsche Waffen zum Einsatz kommen.
Das heißt, wahrscheinlich wissen es die meisten, nur interessiert es leider die wenigsten.
Überhäuft mit eigenen Problemen, Zukunftsängsten und irrgeleitet durch propagierender Presse wird heutzutage alles getan, diese und andere "Schweinereien" unter dem Deckmantel des 'good old germany' zu verschleiern.

Es wird Zeit, die politisch und wirtschaftlich Verantwortlichen auch zu dieser heranzuziehen. Ihnen den Garaus zu machen und ihnen das zukommen zu lassen, was sie verdienen: erst Strafe, dann Nichtachtung!

Warum gelten für unterschiedliche Staaten und Länder unterschiedliche Rechte?

Der Atomwaffensperrvertrag regelt genau, welche Staaten offiziell Atomwaffen haben dürfen.
Zu ihnen gehören: die USA, Russland, Großbritannien, Frankreich und die Volksrepublik China. 

Aber warum darf der eine, was dem anderen verboten ist?

"Kritiker bemängeln, der Atomwaffensperrvertrag schreibe eine Ungleichheit zwischen den offiziellen Atommächten und den kernwaffenfreien Staaten fest: Während Letzteren der Besitz dieser Waffen verboten ist, würden die Atommächte keine Bestrebungen machen, ihre Abrüstungsverpflichtung umzusetzen. Verstärkt werde diese Ungleichheit dadurch, dass die im Vertrag festgelegten Atomwaffenstaaten zugleich die ständigen Mitglieder im UNO-Sicherheitsrat sind, die dort ein Vetorecht haben und völkerrechtliche Versuche, sie zur Abrüstung zu bewegen, blockieren können. Es wird in Frage gestellt, ob die Atommächte, die alle schon Angriffskriege geführt haben, die moralische Berechtigung haben, anderen Staaten Vorschriften über ihre Bewaffnung zu machen.Auch wird kritisiert, dass der Vertrag die Ausbreitung von Atomwaffen nicht umfassend begrenzen konnte. Seit geraumer Zeit wird angenommen, dass Israel – vermutlich bereits seit 1967 – über Kernwaffen verfügt, wenngleich dies von israelischer Seite weder bestätigt noch dementiert wird. Indien und Pakistan haben offiziell bestätigt, solche Waffen zu besitzen, und haben sie getestet; Nordkorea hat 2006 und 2009 vermutlich Atombomben getestet, auch wenn diese Tests nicht einwandfrei funktioniert haben. Auch Südafrika hat während der Apartheid ein Kernwaffenprogramm verfolgt, dieses Anfang der 1990er aber freiwillig aufgedeckt und beendet. Südafrika gilt daher als Musterbeispiel, wie UN-Embargos von Staaten unterlaufen werden können. Derzeit werden dem Iran von manchen – darunter von Seiten der USA und der EU – Bestrebungen vorgeworfen, Atomwaffen zu entwickeln.
  • Viele Kritiker werfen den offiziellen Atommächten vor, ihrer Verpflichtung zur Abrüstung nach Artikel VI nicht nachzukommen. Einige Atommächte modernisieren ihre Arsenale und entwickeln neue Waffen und Trägersysteme, statt abzurüsten. So forschten z. B. die USA unter George W. Bush an kleineren, zielgenaueren Kernwaffen, sogenannten Mini-Nukes und Bunkerbrechern, die tatsächlich eingesetzt hätten werden können und so die Grenze zwischen konventionellen und nuklearen Waffen hätten verschwimmen lassen. Verschiedene Nichtregierungsorganisationen fordern die vollständige Abrüstung aller Atomwaffen durch eine Nuklearwaffenkonvention.
  • Manche Beobachter sehen in der Nuklearen Teilhabe, in deren Rahmen Atomwaffen der USA in europäischen NATO-Ländern, einschließlich Deutschland, stationiert sind, einen Verstoß gegen das Verbot des Vertrages, diese Waffen an Nichtatomwaffenstaaten weiterzugeben.
  • Jeder Mitgliedstaat hat das Recht zur zivilen Nutzung (laut Vertragstext: „peaceful use“ – „friedliche Nutzung“) der Kernenergie. Im Konflikt um das iranische Atomprogramm wolle der Iran dieses Recht verteidigen und wehrt sich gegen die Forderung, die Urananreicherung einzustellen. Im Artikel III des Vertrags verpflichtet sich jeder Nichtkernwaffenstaat zu Sicherungsmaßnahmen für spaltbares Material und für Ausgangsmaterial zur Herstellung von spaltbarem Material, die Herstellung an sich ist zu zivilen Zwecken nicht verboten.
  • Jede „Vertragspartei ist in Ausübung ihrer staatlichen Souveränität berechtigt, von diesem Vertrag zurückzutreten“ (Artikel X), Sanktionsinstrumente sind nicht Vertragsbestandteil. Nordkorea machte von diesem Artikel Gebrauch und kündigte den Vertrag mit Brief vom 10. Januar 2003 an den UN-Sicherheitsrat. Kritiker werfen Nordkorea vor, sich nicht an die Provisionen aus Artikel X gehalten zu haben, welcher vorsieht, dass der austretende Staat seine Kündigung nicht nur dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, sondern auch allen anderen Staaten mitteilen muss. Dies tat Nordkorea nicht; daraus ist für Kritiker nun völkerrechtlich unklar, ob das Land noch stets Vertragsmitglied ist oder nicht.
  • Anhand der Beispiele Irans und Nordkoreas wird deutlich, dass der Atomwaffensperrvertrag über keine eigenen Sanktionsinstrumente verfügt, um gegen Vertragsbruch oder Kündigung vorgehen zu können. Es besteht einzig die Möglichkeit, dass die IAEO einen Vertragsbruch feststellt und gemäß Artikel XII.7.B ihres Statuts den entsprechenden Fall an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen überweist. Dies hat sie im Falle Irans im Jahr 2006 vollzogen. Im Falle Nordkoreas wurde der Sicherheitsrat eigenständig tätig.
  • Es wird spekuliert, Verstöße gegen das Verbot der Weitergabe von Kernwaffentechnologie seien nicht aufgedeckt worden. Hierbei ist insbesondere ein Fall bekannt geworden: Abdul Qadir Khan, der Vater der pakistanischen Atombombe, hat zugegeben, er habe geheime Informationen über den Bau von Atombomben, an die er während seiner Beschäftigung in einem Urananreicherungsunternehmen in den Niederlanden gelangte, an Pakistan weitergegeben und später auch an den Iran verkauft. Zumindest die pakistanische Regierung hat dies bestätigt. Demnach hätte sich der Unterzeichnerstaat Iran eines Verstoßes gegen den Atomwaffensperrvertrag schuldig gemacht."(Quelle:ihttp://de.wikipedia.org/wiki/Atomwaffensperrvertrag)
Es sieht ganz so aus, als definiere man Demokratie weltweit als etwas, das nur solange gilt, wie es der herrschenden und veröffentlichen Meinung folgt. Es ist wie bei allen Dingen auf unserer Welt: Was nicht sein darf, existiert auch nicht, und es wird auch in den sogenannten "anerkannten Medien" nicht objektiv und aufklärerisch darüber geschrieben!

Sonntag, 25. März 2012

ausgelaugte Böden führen zu Mangelernährungen

Wir verhungern trotz voller Teller!
Die Situation in Deutschland ist verheerend. Unser Obst und Gemüse, aber auch die Weiden zum Grasen der Tiere sind nährstoffverarmt. Es sind, wie immer, viele Faktoren, die uns in dieses Desaster führen.


Unsere Nährstoffe setzen sich aus vielen Bestandteilen zusammen. Ich möchte näher auf die Mineralien und Spurenelemente eingehen.


In Deutschland leiden wir unter einem Selen- und Magnesiummangel. Grund dafür sind die aufgrund von Fehlbewirtschaftung und Umweltverschmutzung vielfach ausgelaugten Böden!


Saurer Regen spielt dabei eine große Rolle.


Regen wird ab einem ph-Wert unterhalb von 5,6 als sauer bezeichnet. Es sind vor allem Schadstoffe wie Stickstoffmonoxid, Stickstoffdioxid und Schwefeldioxid, die den Regen sauer machen. Auch ohne unser Zutun kommen diese Schadstoffe in der Natur  vor und entstehen z.B. bei Zersetzungsprozessen im Boden (Stickstoffoxide), oder  sie werden von Vulkanen freigesetzt (Schwefeloxide). Dennoch: Den größten Anteil dieses umfassend negativen Eingriffs in die Ökologie unserer Natur hat ,wie so oft, leider der Mensch (bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen in Kraftwerken, Haushalten und Verkehr). (gute Quelle für weitere Informationen)


Aufgrund der ph-Wertveränderung unserer Böden ist es den Nährstoffen nicht mehr möglich, sich an Tonteilchen zu binden. Tone in den oberen Humusschichten sorgen für eine Anreicherung und Speicherung dieser lebenswichtigen Minerale und Spurenelemente. Ist diese Bindung nicht mehr gegeben, ist es den Pflanzen auch nicht mehr möglich, diese Nährstoffe in ihren Wachstumsprozess einzubinden und somit auf unseren Teller zu bringen.
Da diese chemische Verbindung  in einem sauren Milieu nicht zustande kommt, führt dies zu einer Freisetzung aller Nährstoffe. Diese werden dann jedoch schnell in tiefere Bodenschichten gespült und können nicht in ausgewogener und ausreichender Menge in die Pflanzen eingebaut werden.
Desweiteren wird durch den sauren Regen Aluminium im Boden freigesetzt, das sich dann vermehrt in Pflanzen einlagert, da Aluminium bei Pflanzen eine höhere Akzeptanz besitzt als z.B. die Spurenelemente Magnesium und Selen. Daraus ergibt sich ein sehr negativer Effekt: zu viel Aluminium und zu wenig der für uns sehr wichtigen Spurenelemente Magnesium und Selen.
"Die umweltbedingte Säurebelastung der Böden führt zu steigenden Al-Konzentrationen in den Nahrungsmitteln. Al kann den Knochenstoffwechsel beeinträchtigen; bei Kindern kommt es zu verzögerter Knochenbildung. Al-Ionen können Mg-Ionen verdrängen; sie stören dadurch erheblich den Stoffwechsel des Nervensystems. Möglicherweise ist Al auch ein Risikofaktor für die Entstehung der Alzheimer’schen Krankheit. Eine weitere Folge einer Al-Belastung ist die Anämie, die durch die Verdrängung von Eisen aus seinen Speicher- und Transportproteinen entsteht. Saure Nahrungsmittel sollten nicht in Al-Kochgeschirr oder Alufolie aufbewahrt werden."

Durch die zusätzlich starke Düngung unserer Felder und Acker steigt der Wasser - und Eiweishaushalt von unserem Obst und Gemüse. Dies hat zur Folge, dass Vitamine und Mineralstoffe verdrängt werden!

"Äpfel enthalten durchschnittlich nur noch 20 Prozent des Vitamin-C-Gehaltes wie vor zehn Jahren, Fenchel nur noch ein Fünftel so viel Betacarotin, Brokkoli nur noch ein Drittel so viel Kalzium und Möhren nur noch knapp die Hälfte so viel Magnesium. Bei anderen Obst- und Gemüsesorten sieht es nicht anders aus. Bei Kartoffeln liegt der Rückgang von Kalzium in den letzten zehn Jahren bei 70 Prozent, bei Spinat der Rückgang von Magnesium bei 68 Prozent, und bei Bananen liegt der Rückgang von Folsäure bei 84 Prozent und der Rückgang von Vitamin B6 bei 96 Prozent."(diese Zahlen sind schon 14 Jahre alt und werden  heute vermutlich noch verheerender ausfallen)
Die Mehrfelderwirtschaft ist nötig, um unsere Böden nachhaltig vor Auslaugung zu schützen.
Jedoch machen der enorm gestiegene Anbau von Raps und die dafür gezahlten Subventionen vom Staat ein vernünftiges ökologisches Verhalten schwierig. Seit die Subventionszahlungen nicht mehr an Kriterien gebunden sind, etwa 10 Prozent der Ackerflächen  brachliegen zu lassen, wird der Raubbau am Boden noch deutlicher.
"Nach Angaben des Bauernverbands werden inzwischen in Deutschland auf 2,15 Millionen Hektar nachwachsende Rohstoffe angebaut, das entspricht 18 Prozent der Ackerfläche. 940.000 Hektar entfallen auf den Anbau von Raps für Biodiesel; 240.000 Hektar auf Getreide und Zuckerrüben für Bioethanol. Der Markt dürfte weiter wachsen, wenn nun 10 statt 5 Prozent Ethanol ins Benzin gemischt werden. Insgesamt wird in Deutschland auf knapp 6,7 Millionen Hektar Getreide angebaut und auf 367.000 Hektar Zuckerrüben. Während 2007 nur 620.000 Tonnen Getreide in die Bioethanolproduktion wanderten, waren es 2010 schon 1,5 Millionen Tonnen."(Quelle:FAZ)
Ein gesunder Boden benötigt eine sinnvolle Bewirtschaftung!
Dies bietet u.a. die Drei-Felder-Wirtschaft mit ihrer Abfolge von Brache zur Weide, Wintergetreide und Sommerfrucht. Böden sind schnell erschöpft, wenn ihnen keine Ruhe zwischen den Erträgen gelassen wird. Der abwechslungreiche Anbau verschiedener Pflanzenkulturen ermöglicht einen von verschiedenen Mineralien und Spurenelementen durchsetzten Boden und bietet eine kleine Widerwehr zum Wirken des sauren Regens.

"Die industrielle Landwirtschaft, die ihren riesigen Agrarflächen mit massivem Chemie- und Technikeinsatz in möglichst kurzer Zeit möglichst hohe Erträge abringt, gilt als Hauptverursacher schwindender Bodenqualität: Immer schwerere Maschinen verdichten das Erdreich, Monokulturen und enge Fruchtfolgen laugen die Böden aus, Kunstdünger und Pestizide dezimieren das Bodenleben und wenn für den Anbau von Energiepflanzen Wiesen und Weiden umgebrochen werden, fördert dies das Abtragen der fruchtbaren Humusschicht durch Wind und Regen. Die intensive Landwirtschaft hat Artenvielfalt und Bodenfruchtbarkeit weltweit dramatisch reduziert. Viele Böden sind übernutzt, versalzen und vergiftet, heißt es im jüngsten Bericht der Welternährungsorganisation FAO.Dass der Mensch den Boden, von dem er lebt, wie Dreck behandelt, ist rational kaum nachvollzierbar. Böden filtern verschmutztes Wasser, erhalten die Artenvielfalt, binden klimaschädliches Kohlendioxid und erzeugen Nahrungsmittel – kurz: sie sind die Grundlage allen Lebens. Boden besteht aus Erdreich, einem komplexen Biomaterial, das die meisten Lebewesen auf diesem Planeten beherbergt: Kleinsäuger, Schnecken, Würmer, Insekten, Algen, Pilze und eine Vielzahl von Bakterien bilden ein Beziehungsgeflecht, das auch das oberirdische Leben entscheidend beeinflusst. Trotzdem ist fast alles, was sich in einer Tiefe von mehr als zehn Zentimetern abspielt, noch weitgehend unerforscht." (http://www.nabu.de/nabu/nh/2012/1/14568.html)
Unsere Böden sind eine endliche Ressource und trotzdem baue ihn der Mensch zum Teil 100mal schneller ab, als er sich neu bilden könne.



Je schlechter der Boden, um so schlechter sind Obst und Gemüse!

Samstag, 24. März 2012

Dienstag, 21. Februar 2012

Greise an der Werkbank: Wenn die Rentenzeit weiter verkürzt wird

Rente bedeutet Altersruhegeld, und selbst derjenige, der einst kein Latein in der Schule büffeln musste, wird spätestens nach einem Blick ins Fremdwörterbuch oder ins Internet verstehen: Rente kommt von rendita, was wiederum zurückgeht auf  reddere, und das heißt "zurückgeben, zurückerstatten". Wer heute einzahlt, der bekommt morgen auch wieder was zurück. So jedenfalls ist es einmal angedacht gewesen. Die Jungen von einst sind die Alten von heute, die heute Jungen morgen die Alten. Bedenkt man den demographischen Wandel in Deutschland, so wird klar, dass dieses Modell vor einer großen Herausforderung steht. Was also, wenn es dann heißt: "Heute zahlen, morgen nichts bekommen"?
Was also sollen wir machen? Klar! Wir verlängern einfach die Lebensarbeitszeit! Wenn der Mensch von heute länger lebt und der Mensch von morgen noch länger, dann ist doch die einzig logische Konsequenz: Die Rentenzeit muss verkürzt werden. Und manch ein Ökonom ruft: Wir können noch mehr! Rente mit 70!
 Denn wir wissen doch: Der Rentner von heute ist nicht der Rentner von gestern, er ist rüstig und agil - wie rüstig und agil wird da erst der Rentner von morgen sein!


Moment!

Bei all dieser Heititei-Weichzeichnerei des ins hohe Alter fidelen Zukunftsmenschen: Bleibt ein Mensch, der lange arbeitet, auch wirklich lange fit? Was steckt hinter der Forderung, die Lebensarbeitszeit zu verlängern? Die Menschen sollen ackern (hier stellt sich auch die Frage: Wird es immer genügend Arbeitsplätze für alle geben?) und dann am besten noch an der Werkbank umfallen, bevor sie alt und verbraucht der Gesellschaft auf der Tasche liegen? Damit sie nichts kosten? Wo, bitte, ist da die Gesellschaftsethik!? Was ist der Mensch?  Eine Kosten-Nutzen-analytisch zu berechnende Größe?
Das kann's doch nicht sein!


Gehen wir die Sache doch mal ganz anders an:
Wie wäre es, wenn wir die Zeit des Arbeitslebens besser gestalten würden? Kürzere Arbeitszeiten für Arbeitnehmer und dafür Arbeit für alle! Wir müssen weg von der 40-48 Stundenwoche (oder sogar mehr), hin zu einer geringeren Arbeitsstundenwoche. Mit Hilfe solcher Maßnahmen können wir mehr Menschen (Ziel sollten ALLE sein) beschäftigen! Schließlich soll Arbeit dem Menschen dienen und nicht umgekehrt: Arbeit als Bestätigung, für das Gefühl, nützlich zu sein, zur Gesellschaft zu gehören. Ein gesundes Verhältnis zur Arbeit kann psychischen Krankheiten entgegenwirken.


Was aber passiert, wenn einige überlastet sind, andere wiederum unterfordert und ausgegrenzt?
Schon seit einigen Jahren vermerken wir eine drastische Zunahme bestimmter Krankheits-Phänomene und somit die Zunahme der Krankentage und Arbeitsausfälle.
So weisen zum Beispiel Arbeitslose durchschnittlich 26 Krankentage auf und sind somit die am stärksten betroffene Gruppe. Ältere Menschen (über 55 Jahre) mit hoher körperlicher Belastung haben fast doppelt so viele Fehltage als der Durchschnitt aller Arbeitnehmer. Zu ihnen gehören u.a. Maurer und Betonbauer. Ebenfalls überdurchschnittlich gesundheitlich belastet sind sozialpflegerische Berufe und Reinigungskräfte.


Aus Statistiken ist zu entnehmen: Langwierige Erkrankungen nehmen kontinuierlich zu. So sind Krankheitsfälle von mehr als sechs Wochen Dauer u.a. verantwortlich für hohe Krankenstände.



Die häufigsten Krankheitsursachen sind: 
 "Auf Muskel- und Skeletterkrankungen gehen mit 26 Prozent die meisten Krankentage zurück, gefolgt von Atemwegserkrankungen mit 16 Prozent. An dritter Stelle folgen Verletzungen (14 Prozent), deren Anteil gegenüber den Vorjahren abnahm, was auf den Rückgang besonders gefährdender gewerblicher Tätigkeiten zurückzuführen ist. Aktuell sind psychische Erkrankungen mit 10 Prozent aller Krankentage die viert wichtigste Krankheitsgruppe; vor rund 30 Jahren tauchten sie in den Gesundheitstatistiken kaum auf (1976: 2 Prozent)." (http://www.pressemitteilungen-online.de/index.php/krankentage-steigen-wieder-ursachen-fehltage-und-krankheiten/)
Natürlich sind Überlegungen, die Rente auf 67 Jahren anzuheben, nachvollziehbar. Die Folgen jedoch scheinen nur unzureichend durchdacht und das sich daraus ergebende Menschenbild noch dazu mehr als fragwürdig.


Selbstverständlich sind auch Menschen über 50 wertvolle "Leistungsträger", auf die eine gesunde und ausgeglichene Gesellschaft nicht verzichten kann! Doch müssen zu allererst die Arbeistbedingungen stimmen. Gesundheit, körperliche sowie psychische, darf nicht gefährdet sein, angemessene Löhne müssen gezahlt und der unermesslichen Raffgier der Wirtschaft endlich ein Riegel vorgeschoben werden: Jeder muss in der Lage sein, menschenwürdig von seiner verrichteten Arbeit und dem daraus resultierdem Verdienst leben zu können.


Wir müssen einen Wandel wagen, um eine Heilung zu finden!

Sonntag, 5. Februar 2012

Ex EU-Kommissare als Lobby-Info-Spender

"Seit 1986, als Marcos auf den Philippinen gestürzt wurde, seien 61 Diktatoren ohne nennenswerten Gewalteinsatz vertrieben worden. Diese und noch weitere Zahlen belegen, dass die Zivilgesellschaft auf der Gewinnerseite sei. Frau Ashford sprach - wie von Uexküll - von einer großen gesellschaftlichen Revolution, in der wir mittendrin stehen. Als Gründe für den Rückgang der Kriege führte sie auf: die wachsende Macht der UNO, internationale Gesetze und besonders den Internationalen Strafgerichtshof, den steigenden Einfluss der Zivilgesellschaft und die immer wichtiger werdende Rolle der Frauen. Nach ihren Angaben stellen diese 70 % der engagierten zivilen Menschen." (Quelle)
Es ist schwer, gegen die Herrschaft der kriegerischen, vorteilssuchenden und (findenden) Menschen unter uns anzukommen. Dienen doch Kriege einzig und allein dem Zweck, einen Grund anzugeben, ein Land zu besetzen und es seiner Schätze zu berauben.
Die oft angesprochenen oberen Zehntausend, einflussreiche alte Adelsfamilien, Wirtschaftsbosse, Lobbyisten...!