Wir verhungern trotz voller Teller!
Die Situation in Deutschland ist verheerend. Unser Obst und Gemüse, aber auch die Weiden zum Grasen der Tiere sind nährstoffverarmt. Es sind, wie immer, viele Faktoren, die uns in dieses Desaster führen.
Unsere Nährstoffe setzen sich aus vielen Bestandteilen zusammen. Ich möchte näher auf die Mineralien und Spurenelemente eingehen.
In Deutschland leiden wir unter einem Selen- und Magnesiummangel. Grund dafür sind die aufgrund von Fehlbewirtschaftung und Umweltverschmutzung vielfach ausgelaugten Böden!
Saurer Regen spielt dabei eine große Rolle.
Regen wird ab einem ph-Wert unterhalb von 5,6 als sauer bezeichnet. Es sind vor allem Schadstoffe wie Stickstoffmonoxid, Stickstoffdioxid und Schwefeldioxid, die den Regen sauer machen. Auch ohne unser Zutun kommen diese Schadstoffe in der Natur vor und entstehen z.B. bei Zersetzungsprozessen im Boden (Stickstoffoxide), oder sie werden von Vulkanen freigesetzt (Schwefeloxide). Dennoch: Den größten Anteil dieses umfassend negativen Eingriffs in die Ökologie unserer Natur hat ,wie so oft, leider der Mensch (bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen in Kraftwerken, Haushalten und Verkehr). (gute Quelle für weitere Informationen)
Aufgrund der ph-Wertveränderung unserer Böden ist es den Nährstoffen nicht mehr möglich, sich an Tonteilchen zu binden. Tone in den oberen Humusschichten sorgen für eine Anreicherung und Speicherung dieser lebenswichtigen Minerale und Spurenelemente. Ist diese Bindung nicht mehr gegeben, ist es den Pflanzen auch nicht mehr möglich, diese Nährstoffe in ihren Wachstumsprozess einzubinden und somit auf unseren Teller zu bringen.
Da diese chemische Verbindung in einem sauren Milieu nicht zustande kommt, führt dies zu einer Freisetzung aller Nährstoffe. Diese werden dann jedoch schnell in tiefere Bodenschichten gespült und können nicht in ausgewogener und ausreichender Menge in die Pflanzen eingebaut werden.
Desweiteren wird durch den sauren Regen Aluminium im Boden freigesetzt, das sich dann vermehrt in Pflanzen einlagert, da Aluminium bei Pflanzen eine höhere Akzeptanz besitzt als z.B. die Spurenelemente Magnesium und Selen. Daraus ergibt sich ein sehr negativer Effekt: zu viel Aluminium und zu wenig der für uns sehr wichtigen Spurenelemente Magnesium und Selen.
"Die umweltbedingte Säurebelastung der Böden führt zu steigenden Al-Konzentrationen in den Nahrungsmitteln. Al kann den Knochenstoffwechsel beeinträchtigen; bei Kindern kommt es zu verzögerter Knochenbildung. Al-Ionen können Mg-Ionen verdrängen; sie stören dadurch erheblich den Stoffwechsel des Nervensystems. Möglicherweise ist Al auch ein Risikofaktor für die Entstehung der Alzheimer’schen Krankheit. Eine weitere Folge einer Al-Belastung ist die Anämie, die durch die Verdrängung von Eisen aus seinen Speicher- und Transportproteinen entsteht. Saure Nahrungsmittel sollten nicht in Al-Kochgeschirr oder Alufolie aufbewahrt werden."
Durch die zusätzlich starke Düngung unserer Felder und Acker steigt der Wasser - und Eiweishaushalt von unserem Obst und Gemüse. Dies hat zur Folge, dass Vitamine und Mineralstoffe verdrängt werden!
"Äpfel enthalten durchschnittlich nur noch 20 Prozent des Vitamin-C-Gehaltes wie vor zehn Jahren, Fenchel nur noch ein Fünftel so viel Betacarotin, Brokkoli nur noch ein Drittel so viel Kalzium und Möhren nur noch knapp die Hälfte so viel Magnesium. Bei anderen Obst- und Gemüsesorten sieht es nicht anders aus. Bei Kartoffeln liegt der Rückgang von Kalzium in den letzten zehn Jahren bei 70 Prozent, bei Spinat der Rückgang von Magnesium bei 68 Prozent, und bei Bananen liegt der Rückgang von Folsäure bei 84 Prozent und der Rückgang von Vitamin B6 bei 96 Prozent."(diese Zahlen sind schon 14 Jahre alt und werden heute vermutlich noch verheerender ausfallen)
Die Mehrfelderwirtschaft ist nötig, um unsere Böden nachhaltig vor Auslaugung zu schützen.
Jedoch machen der enorm gestiegene Anbau von Raps und die dafür gezahlten Subventionen vom Staat ein vernünftiges ökologisches Verhalten schwierig. Seit die Subventionszahlungen nicht mehr an Kriterien gebunden sind, etwa 10 Prozent der Ackerflächen brachliegen zu lassen, wird der Raubbau am Boden noch deutlicher.
"Nach Angaben des Bauernverbands werden inzwischen in Deutschland auf 2,15 Millionen Hektar nachwachsende Rohstoffe angebaut, das entspricht 18 Prozent der Ackerfläche. 940.000 Hektar entfallen auf den Anbau von Raps für Biodiesel; 240.000 Hektar auf Getreide und Zuckerrüben für Bioethanol. Der Markt dürfte weiter wachsen, wenn nun 10 statt 5 Prozent Ethanol ins Benzin gemischt werden. Insgesamt wird in Deutschland auf knapp 6,7 Millionen Hektar Getreide angebaut und auf 367.000 Hektar Zuckerrüben. Während 2007 nur 620.000 Tonnen Getreide in die Bioethanolproduktion wanderten, waren es 2010 schon 1,5 Millionen Tonnen."(Quelle:FAZ)
Ein gesunder Boden benötigt eine sinnvolle Bewirtschaftung!
Dies bietet u.a. die Drei-Felder-Wirtschaft mit ihrer Abfolge von Brache zur Weide, Wintergetreide und Sommerfrucht. Böden sind schnell erschöpft, wenn ihnen keine Ruhe zwischen den Erträgen gelassen wird. Der abwechslungreiche Anbau verschiedener Pflanzenkulturen ermöglicht einen von verschiedenen Mineralien und Spurenelementen durchsetzten Boden und bietet eine kleine Widerwehr zum Wirken des sauren Regens.
"Die industrielle Landwirtschaft, die ihren riesigen Agrarflächen mit massivem Chemie- und Technikeinsatz in möglichst kurzer Zeit möglichst hohe Erträge abringt, gilt als Hauptverursacher schwindender Bodenqualität: Immer schwerere Maschinen verdichten das Erdreich, Monokulturen und enge Fruchtfolgen laugen die Böden aus, Kunstdünger und Pestizide dezimieren das Bodenleben und wenn für den Anbau von Energiepflanzen Wiesen und Weiden umgebrochen werden, fördert dies das Abtragen der fruchtbaren Humusschicht durch Wind und Regen. Die intensive Landwirtschaft hat Artenvielfalt und Bodenfruchtbarkeit weltweit dramatisch reduziert. Viele Böden sind übernutzt, versalzen und vergiftet, heißt es im jüngsten Bericht der Welternährungsorganisation FAO.Dass der Mensch den Boden, von dem er lebt, wie Dreck behandelt, ist rational kaum nachvollzierbar. Böden filtern verschmutztes Wasser, erhalten die Artenvielfalt, binden klimaschädliches Kohlendioxid und erzeugen Nahrungsmittel – kurz: sie sind die Grundlage allen Lebens. Boden besteht aus Erdreich, einem komplexen Biomaterial, das die meisten Lebewesen auf diesem Planeten beherbergt: Kleinsäuger, Schnecken, Würmer, Insekten, Algen, Pilze und eine Vielzahl von Bakterien bilden ein Beziehungsgeflecht, das auch das oberirdische Leben entscheidend beeinflusst. Trotzdem ist fast alles, was sich in einer Tiefe von mehr als zehn Zentimetern abspielt, noch weitgehend unerforscht." (http://www.nabu.de/nabu/nh/2012/1/14568.html)
Unsere Böden sind eine endliche Ressource und trotzdem baue ihn der Mensch zum Teil 100mal schneller ab, als er sich neu bilden könne.
Je schlechter der Boden, um so schlechter sind Obst und Gemüse!
Rente bedeutet Altersruhegeld, und selbst derjenige, der einst kein Latein in der Schule büffeln musste, wird spätestens nach einem Blick ins Fremdwörterbuch oder ins Internet verstehen: Rente kommt von rendita, was wiederum zurückgeht auf reddere, und das heißt "zurückgeben, zurückerstatten". Wer heute einzahlt, der bekommt morgen auch wieder was zurück. So jedenfalls ist es einmal angedacht gewesen. Die Jungen von einst sind die Alten von heute, die heute Jungen morgen die Alten. Bedenkt man den demographischen Wandel in Deutschland, so wird klar, dass dieses Modell vor einer großen Herausforderung steht. Was also, wenn es dann heißt: "Heute zahlen, morgen nichts bekommen"?
Was also sollen wir machen? Klar! Wir verlängern einfach die Lebensarbeitszeit! Wenn der Mensch von heute länger lebt und der Mensch von morgen noch länger, dann ist doch die einzig logische Konsequenz: Die Rentenzeit muss verkürzt werden. Und manch ein Ökonom ruft: Wir können noch mehr! Rente mit 70!
Denn wir wissen doch: Der Rentner von heute ist nicht der Rentner von gestern, er ist rüstig und agil - wie rüstig und agil wird da erst der Rentner von morgen sein!
Moment!
Bei all dieser Heititei-Weichzeichnerei des ins hohe Alter fidelen Zukunftsmenschen: Bleibt ein Mensch, der lange arbeitet, auch wirklich lange fit? Was steckt hinter der Forderung, die Lebensarbeitszeit zu verlängern? Die Menschen sollen ackern (hier stellt sich auch die Frage: Wird es immer genügend Arbeitsplätze für alle geben?) und dann am besten noch an der Werkbank umfallen, bevor sie alt und verbraucht der Gesellschaft auf der Tasche liegen? Damit sie nichts kosten? Wo, bitte, ist da die Gesellschaftsethik!? Was ist der Mensch? Eine Kosten-Nutzen-analytisch zu berechnende Größe?
Das kann's doch nicht sein!
Gehen wir die Sache doch mal ganz anders an:
Wie wäre es, wenn wir die Zeit des Arbeitslebens besser gestalten würden? Kürzere Arbeitszeiten für Arbeitnehmer und dafür Arbeit für alle! Wir müssen weg von der 40-48 Stundenwoche (oder sogar mehr), hin zu einer geringeren Arbeitsstundenwoche. Mit Hilfe solcher Maßnahmen können wir mehr Menschen (Ziel sollten ALLE sein) beschäftigen! Schließlich soll Arbeit dem Menschen dienen und nicht umgekehrt: Arbeit als Bestätigung, für das Gefühl, nützlich zu sein, zur Gesellschaft zu gehören. Ein gesundes Verhältnis zur Arbeit kann psychischen Krankheiten entgegenwirken.
Was aber passiert, wenn einige überlastet sind, andere wiederum unterfordert und ausgegrenzt?
Schon seit einigen Jahren vermerken wir eine drastische Zunahme bestimmter Krankheits-Phänomene und somit die Zunahme der Krankentage und Arbeitsausfälle.
So weisen zum Beispiel Arbeitslose durchschnittlich 26 Krankentage auf und sind somit die am stärksten betroffene Gruppe. Ältere Menschen (über 55 Jahre) mit hoher körperlicher Belastung haben fast doppelt so viele Fehltage als der Durchschnitt aller Arbeitnehmer. Zu ihnen gehören u.a. Maurer und Betonbauer. Ebenfalls überdurchschnittlich gesundheitlich belastet sind sozialpflegerische Berufe und Reinigungskräfte.
Aus Statistiken ist zu entnehmen: Langwierige Erkrankungen nehmen kontinuierlich zu. So sind Krankheitsfälle von mehr als sechs Wochen Dauer u.a. verantwortlich für hohe Krankenstände.
Die häufigsten Krankheitsursachen sind:
"Auf Muskel- und Skeletterkrankungen gehen mit 26 Prozent die meisten Krankentage zurück, gefolgt von Atemwegserkrankungen mit 16 Prozent. An dritter Stelle folgen Verletzungen (14 Prozent), deren Anteil gegenüber den Vorjahren abnahm, was auf den Rückgang besonders gefährdender gewerblicher Tätigkeiten zurückzuführen ist. Aktuell sind psychische Erkrankungen mit 10 Prozent aller Krankentage die viert wichtigste Krankheitsgruppe; vor rund 30 Jahren tauchten sie in den Gesundheitstatistiken kaum auf (1976: 2 Prozent)." (http://www.pressemitteilungen-online.de/index.php/krankentage-steigen-wieder-ursachen-fehltage-und-krankheiten/)
Natürlich sind Überlegungen, die Rente auf 67 Jahren anzuheben, nachvollziehbar. Die Folgen jedoch scheinen nur unzureichend durchdacht und das sich daraus ergebende Menschenbild noch dazu mehr als fragwürdig.
Selbstverständlich sind auch Menschen über 50 wertvolle "Leistungsträger", auf die eine gesunde und ausgeglichene Gesellschaft nicht verzichten kann! Doch müssen zu allererst die Arbeistbedingungen stimmen. Gesundheit, körperliche sowie psychische, darf nicht gefährdet sein, angemessene Löhne müssen gezahlt und der unermesslichen Raffgier der Wirtschaft endlich ein Riegel vorgeschoben werden: Jeder muss in der Lage sein, menschenwürdig von seiner verrichteten Arbeit und dem daraus resultierdem Verdienst leben zu können.
Wir müssen einen Wandel wagen, um eine Heilung zu finden!
"Seit 1986, als Marcos auf den Philippinen gestürzt wurde, seien 61 Diktatoren ohne nennenswerten Gewalteinsatz vertrieben worden. Diese und noch weitere Zahlen belegen, dass die Zivilgesellschaft auf der Gewinnerseite sei. Frau Ashford sprach - wie von Uexküll - von einer großen gesellschaftlichen Revolution, in der wir mittendrin stehen. Als Gründe für den Rückgang der Kriege führte sie auf: die wachsende Macht der UNO, internationale Gesetze und besonders den Internationalen Strafgerichtshof, den steigenden Einfluss der Zivilgesellschaft und die immer wichtiger werdende Rolle der Frauen. Nach ihren Angaben stellen diese 70 % der engagierten zivilen Menschen." (Quelle)
Es ist schwer, gegen die Herrschaft der kriegerischen, vorteilssuchenden und (findenden) Menschen unter uns anzukommen. Dienen doch Kriege einzig und allein dem Zweck, einen Grund anzugeben, ein Land zu besetzen und es seiner Schätze zu berauben.
Die oft angesprochenen oberen Zehntausend, einflussreiche alte Adelsfamilien, Wirtschaftsbosse, Lobbyisten...!
Zwei Drittel aller Antibiotika finden ihren Einsatz in der Tiermast.
Der eigentliche Sinn dieses Arzneimittels besteht darin, bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten zu unterstützen. Wie in vielen Bereichen in unserem Leben hat also auch dieser seinen eigentlichen Sinn verloren.
Antibiotika sollen die Leistungssteigerung und Produktivität der Masttiere vervielfachen.
i.d.R. werden die Antibiotika den Tieren über das Trinkwasser zugeführt. Da in so gut wie allen Massentierhaltungsproduktionen katastrophale Hygienezustände herrschen und Tiere zu Tausenden in viel zu kleinen Ställen und Käfigen gehalten werden, ist die Zugabe von Antibiotika ein Normalzustand in der Tiermast!
"Der organisierte Einsatz von Antibiotika zur Krankheitvorbeugung und Leistungssteigerung in der Tiermast wird von Medizinern abgelehnt."
Nicht genug, dass wir Tiere quälen und unsere Nahrung mit Antibiotika versetzen; mit unserem Verhalten sorgen wir auch für Antibiotika-resistente Bakterien und verbreiten diese und den Wirkstoff selbst in unserer Umwelt.
"Neuere Studien belegen einen starken Anstieg multiresistenter Bakterien in der Umwelt. Der Weg der resistenten Erreger zurück zum Menschen ist überall dort möglich, wo Kontakt zu fäkal verunreinigten Wasser wie Badegewässer besteht. Wissenschaftler fordern, den Eintrag von Antibiotika aus der Tierhaltung zu verringern."
Mit Grünflächen lässt sich kaum Geld verdienen. Die Diskussionen um das Tempelhofer Feld schrauben sich monatlich in neue Dimensionen.
Eine Bibliothek, neuer Wohnraum (natürlich nur Eigentumswohnungen), Industrie und Gewerbe, die Liste ist lang und die Freifläche schwindet! Mit Frei- und Erholungfläche lässt sich eben kein Geld verdienen. Und Geld verdienen möchten Sie ALLE! Die großen Investoren, riesige Baufirmen und natürlich auch unsere ach so geliebten Politiker.
Ein Denkmal für unseren Partygott Wowereit könnte die geplante neue Zentral- und Landesbibliothek auf dem Tempelhofer Feld darstellen. Sie soll die Amerika-Gedenkbibliothek in Kreuzberg und die Stadt- und Senatsbibliothek in Mitte ersetzen. Voraussichtlich 260 Millionen Euro soll die neue Zentral- und Landesbibliothek kosten. Diese Kosten werden sich, wie bei fast allen Bauvorhaben, am Ende auf einige Millionen mehr belaufen.
Fragen wir doch die Berliner, ob sie diese neue Bibliothek für notwendig erachten und bereit sind, dafür Etat-Gelder zu opfern, wo diese womöglich wieder im Bildungsektor fehlen?!
Die durch dieses neue Bauvorhaben freiwerdenden Gebäude im Zentrum Berlins bieten dann natürlich wieder eine neue Möglichkeit, teuren Eigentumswohnraum an Investoren zu veräußern.