Wieso subventionieren wir Millionäre? Sie setzen auf Massentierhaltung, überdüngen die Böden, produzieren "ungesunde" Nahrung und gewährleisten somit auch keinen Natur- und Klimaschutz. Und wieder einmal ist es die Lobby, mit der wir es da zu tun haben.
"Es überrasche nicht, dass sich die Agrarlobby so vehement gegen eine Veröffentlichung der EU-Subventionsempfänger wehre, so Reinhild Benning, Agrarexpertin des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). “Der Subventionstopf beschert Agrarfunktionären seit Jahren satte Einnahmen. Bäuerliche Betriebe werden hingegen mit Kleckersummen abgespeist. Den Steuerzahlern ist nicht zu vermitteln, dass die EU, der Bund und die Länder jedes Jahr mit Milliarden die Industrialisierung der Landwirtschaft vorantreiben. Sie fördern damit den Abbau von Arbeitsplätzen in ländlichen Regionen, hohe Klimagasemissionen, Artenverlust sowie Trinkwasserbelastung durch die Massentierhaltung.”"
Es ist wie in so vielen Bereichen: große umsatzstarke Firmen verdrängen kleine Unternehmen.
Warum machen wir uns nicht ALLE stark für eine artgerechte, umweltschonende, gesunde Nahrungsmittelproduktion?
Aktuell fließen pro Jahr fast 60 Milliarden Euro an EU-Geldern in die Landwirtschaft.(In Deutschland jährlich 5,4 Milliarden Euro)
1,5 Prozent aller Betriebe in Deutschland erhalten ca. einen Drittel der Direktzahlungen (hierbei handelt es sich um direkte Zahlungen als Ausgleich für Preissenkungen), lediglich 5000 Euro jährlich bleiben für die Hälfe aller Bauern in Deutschland und Europa übrig.
Kein Wunder, dass z.B. Fleisch, aber auch Getreideprodukte und Gemüse aus ökologisch wertvollem Anbau teurer sind als "hochsubventionierte Discounterware".